Gerda Fischer

im Juni 1953 geboren
1994 - 1996 Freie Kunstwerkstatt
bei Prof. Seeger

Ernst-von Romberg-Straße 16, 80997 München
[email protected] / 089-1403284

Gerda Fischer hat, neben der Arbeit mit anderen Techniken, lange und viel aquarelliert. Wenn man die Farbe trifft, meint sie, hätte man es schon (fast) geschafft. Aber Farbe empfindet man eben. Man muss mischen um zu treffen. Wenn man "sich" trifft, mischt man besser. Aus der Farbe heraus aufbauen ist ihre Maxime.
Am Chiemsee sei das, sagt Gerda Fischer. Und das auf Lanzarote. Und das in Tunesien. Ein Schatten ist halt nur ein Strich. Aber ein Strich ist nur ein Schatten, wenn die Richtung stimmt. Und natürlich die Farbe. Und die eigene Sicht auf die Dinge. Trotzdem wirft sich ein Bayrischer-Wald-Schatten anders.
Und: je mehr man weglässt, umso klarer und wahrer. Es sind ja gerade die ausgesparten Flächen, die das Betracherauge von sich aus füllt. Umso wohltuender, wenn Atmungsflächen die Charakteristik steigern.
Aquarell, Natur, Farben sind das Eine. Für Gerda Fischer sind Flohmärkte und Trödelläden so etwas wie eine zweite Natur. Auch hier Empfinden - und noch mehr: anders Finden. Das geht jetzt immer mehr über in Objekte, in ein Ganzneuerfinden.
Ungewohnte Materialien, alte Werkzeuge, echte Reste, wirklicher Schrott, schon weggeworfen, voll ausgedient. Jetzt anders, ganz neu zusammengesetzt, so dass man sich die Augen reibt, habe ich so noch "nie gesehehen! Warum nicht?
Wenn das keine Definition von Kunst ist.

Text von "Hannes", Hans G. Bauer, Soziologe, der, wie in seinen "Katzen-auf-Dächern" - Betrachtungen, auch Gerda Fischers Objekte beschlichen und bedacht hat.